Eine ganze Fabrik zum Durchklicken, ohne Verkaufsgespräch
Industrie 4.0 wird meistens auf Folien verkauft. Unsere Demo-Firma steht offen im Netz: echtes ERP, laufende Maschinendaten, Auswertungen, digitaler Zwilling – alles klickbar, nichts davon kaputtzukriegen.
Die Herausforderung
Wer seine Fertigung digitalisieren will, bekommt Hochglanzfolien, ein Erstgespräch und irgendwann eine Demo – auf dem Laptop des Verkäufers, mit dessen Daten, unter dessen Aufsicht. Ob ERP, Messwerte und Auswertungen wirklich zusammenspielen, zeigt sich meist erst nach der Unterschrift. Unser eigener Stack lief längst im Echtbetrieb eines Produktionsbetriebs. Zeigen konnten wir ihn trotzdem nicht, ohne Kundendaten auf den Tisch zu legen.
Was wir gebaut haben
Eine erfundene Firma mit echter Software: Nordwerk Manufacturing. Acht Produkte, acht Maschinen auf drei Linien, Kunden, Lieferanten, Stücklisten, 40 Fertigungsaufträge, Wartungsfälle, Reklamationen und Rechnungen – alles auf einer Datenbasis. Wer will, meldet sich im ERP an und klickt sich durch. Speichern lehnt das System freundlich ab; ein eigenes Modul macht den Demo-Zugang wirklich schreibgeschützt.
Rundherum sechs Live-Demos auf denselben Daten: Maschinen-Cockpit, BI-Auswertungen, ein digitaler Zwilling für Was-wäre-wenn, ein Daten-Labor im Browser, das ERP und eine Werker-App. Die Website gliedert das Ganze in zehn Säulen, jede in drei Stufen: ein Satz ohne Fachwort, eine Geschichte aus dem Betrieb, dann Architektur und Demo-Zugang. Dazu eine Suche, der man ganze Fragen stellen kann, eine Fassung für KI-Agenten und drei Sprachen: Deutsch, Englisch, Chinesisch.
Ein Tag in der Demo-Firma: Um halb sieben sieht der Schichtleiter sieben Maschinen grün, nur das Drehzentrum B1 blinkt gelb. Um zehn klickt sich die Instandhaltung von der Maschine in den Schaltschrank bis zum Stromlaufplan, prüft die Vibrationskurve und plant die Wartung ein. Am nächsten Morgen ist die Achse getauscht. Jede Station dieses Tages ist ein Link in eine laufende Demo – nicht in ein Foto davon.
Alles läuft auf unserem eigenen offenen Stack, abgeschottet vom restlichen Betrieb. Vor und nach jedem Build prüft ein Leak-Gate Quelle und fertige Seite auf verbotene Begriffe. Schlägt es an, bleibt die alte Seite online.
Was es bringt
Interessenten sehen den Stack, bevor sie mit uns reden – und reden dann über ihre eigene Fabrik statt über Grundsätzliches. Die Demo-Firma hat keine Öffnungszeiten und wird um drei Uhr früh nicht ungeduldig. Und weil sie auf denselben Bausteinen läuft wie unsere echten Projekte, ist sie zugleich der Beweis: Was hier funktioniert, wurde nicht für die Vitrine gebaut.
Für wen das passt
Für Produktionsbetriebe, die Industrie 4.0 erst anfassen wollen, bevor sie unterschreiben. Für Geschäftsführung, IT und Instandhaltung, die dieselbe Demo von verschiedenen Enden aufmachen. Und für alle, die einen offenen Fabrik-Stack sehen wollen, ohne dafür einen Termin zu buchen.