Proxmox statt VMware: weg vom Abo, hin zum eigenen Server
VMware gibt es nur noch im Abo. Proxmox VE kann dasselbe – Cluster, Ausfallsicherheit, Backups – als offene Software ohne Lizenzpflicht. Wir betreiben Proxmox selbst und bei Kunden und begleiten den Umstieg so, dass am Ende ein System steht, das man versteht.
Die Herausforderung
Seit Anfang 2024 verkauft VMware keine Dauerlizenzen mehr, sondern nur noch Abos in Paketen. Für viele Betriebe mit zwei, drei Servern heißt das: mehr zahlen für Funktionen, die sie nie gebraucht haben – oder umsteigen.
Proxmox VE ist eine ausgereifte Alternative. Die Software ist offen (AGPLv3), und alle Funktionen sind ohne Abo nutzbar: Cluster, Hochverfügbarkeit, Live-Migration, Backup, Software-Defined Storage. Ein Abo ist optional – es bringt das Enterprise-Repository und Herstellersupport, abgerechnet pro CPU-Sockel und Jahr. Für den Wechsel bringt Proxmox seit Version 8 einen eigenen Import-Assistenten für VMware-Maschinen mit.
Der Wechsel selbst ist selten das Problem. Das Problem ist, was danach fehlt: ein zweiter Knoten, Backups, die nachweislich zurückkommen, und jemand, der merkt, wenn etwas still kaputtgeht.
Wo wir Proxmox betreiben
- Auf unseren eigenen Servern: mehrere Proxmox-Knoten im Rechenzentrum und im eigenen Labor, dazu ein zentraler Proxmox-Backup-Server mit Kopie an einem zweiten Standort.
- In einem Industriebetrieb: rund 47 Container auf einem Host, aktuell gehalten per Ansible, mit Snapshot vor jedem Update als Rückweg. Als der Server tagelang am Limit lief, fand eine Messung je Container die echten Verursacher – ein fehlender Index, ein Suchdienst ohne Speichergrenze, ein überdimensionierter Cache. Die Last sank von 23 auf 10. Auch gemietete Server außerhalb des Clusters sichern wir dort ins zentrale Backup – mit Datenbank-Dump, Verschlüsselung und automatischer Kopie an einem zweiten Standort. Ein zweiter Knoten für Ausfallsicherheit und einen virtuellen Zwilling des Produktionsleitrechners wird gerade in Betrieb genommen.
- In einem Klinikbetrieb: Hier ist der Umstieg von XCP-ng auf Proxmox beauftragt und in Umsetzung. Fünf Maschinen, darunter die Praxissoftware, ziehen auf einen neuen Server. Der bisherige wird danach zweiter Knoten im Verbund, ein Backup-Server soll täglich sichern, mit Kopie außer Haus, und eine Frühwarnung meldet sich künftig, bevor etwas ausfällt.
Ehrlich gesagt: Dieser Umstieg kommt von XCP-ng, nicht von VMware. Der Ablauf ist derselbe – für VMware-Maschinen übernimmt der Import-Assistent von Proxmox den ersten Schritt.
Wie ein Umstieg bei uns abläuft
- Bestandsaufnahme: Welche Maschinen laufen, was hängt woran, welche Lizenzen (etwa für Windows) gelten auf neuer Hardware?
- Ausfallkonzept: ein Knoten oder zwei, wie schnell muss es nach einem Hardwaredefekt weitergehen, wohin geht das Backup?
- Vollsicherung vorher: Jede Maschine wird gesichert, bevor sie umzieht. Erst dann wird importiert.
- Umzug Maschine für Maschine: Treiber, Aktivierung, Funktionstest. Kritische Systeme im Abendfenster nach Absprache.
- Der alte Server bleibt der Rückweg: Er wird erst zum zweiten Knoten umgebaut, wenn das neue System ein bis zwei Wochen stabil läuft.
- Betrieb: Updates mit Snapshot, Überwachung von Hardware, Speicher und Backup-Alter, regelmäßige Rücksicherungsproben.
Was es bringt
Keine Abo-Spirale für die Grundfunktionen, ein Ausfallkonzept, das auf dem Papier und im Betrieb dasselbe sagt, und Backups, die geprüft werden. Wie wichtig das Prüfen ist, zeigte eine Offsite-Spiegelung, die drei Tage lang bei jedem Lauf still abbrach: Aufgefallen ist sie durch einen Hinweis, nicht durch eine Fehlermeldung. Behoben wurde sie mit einem Update, das einen Snapshot als Rückweg hatte.
Für wen das passt
Für Betriebe mit eigenen Servern, die VMware ablösen, einen Einzelserver ausfallsicher machen oder einen alten Hypervisor loswerden wollen. Laufender Betrieb nach dem Umstieg geht auf Wunsch über Betrieb, Support & SLA; wie Backups wirklich zurückkommen, steht unter Backup und Notfallplan.
Passt das zu Ihnen?
Erzählen Sie uns in ein paar Sätzen, worum es geht. Wir melden uns innerhalb von zwei Werktagen – und sagen ehrlich, ob wir die Richtigen dafür sind.